Der FCB ist Schweizer Meister!

Schon vor Wochen vermeldete der Gastgeber BSC Young Boys ausverkauftes Haus für die vielzitierte Finalissima, die nach langem Warten und Bangen am heutigen Sonntagnachmittag endlich ausgetragen wurde. Finalissima deshalb, weil sich sowohl die Gastgeber aus Bern als auch der aktuelle Leader aus Basel noch Chancen auf den Meistertitel ausrechnen konnten. Die Vorteile lagen seit der Niederlage von YB am vergangenen Donnerstag neuerdings beim FCB, konnten sie doch dank dem etwas besseren Torverhältnis am bisherigen Tabellenleader vorbeiziehen und deshalb mit etwas besseren Karten ins letzte Saisonspiel steigen.
Man sah gleich zu Beginn, dass die Berner endlich wieder einmal einen Titel in die Hauptstadt holen wollten, waren es doch die Hauptstädter, die die Startphase des Spiels geprägt hatten und sich einige gute Chancen herausspielen konnten. Doch der erhoffte Torerfolg blieb aus. Im Anschluss an die Druckphase des Heimteams kam dann auch der FC Basel mehr und mehr zu guten Möglichkeiten. In der 39. Minute erzielte dann Valentin Stocker auf Zuspiel von Carlitos die Führung für die Gäste. Carlitos hatte das Spiel gekonnt von der linken auf die rechte Spielseite verlagert, so dass der völlig freistehende Stocker nach der Mustergültigen Flanke nur noch YBs Keeper Wölfli umspielen musste. Mit dieser knappen Führung für Basel ging es dann auch in die Pause.
Die letzten 45 Minuten der Saison wurden vorerst von beiden Teams unverändert angetreten, ehe dann beide Coaches rund fünf Minuten später doch noch neue Spieler ins Spiel brachten: Bei Basel wurde der verletzte Zoua durch Alex Frei ersetzt, bei YB kam Raimondi für Alberto Regazzoni. Doch die getätigten Wechsel brachten nur dem einen Team Glück, nämlich jenem von Thorsten Fink: Alex Frei war es, der das 0:2 mit einer schönen Hereingabe auf Scott Chipperfield vorbereitet hatte. Der Australier traf dann per Kopf zum 0:2-Schlussresultat. YB war im Anschluss zwar bemüht, das Spiel noch zu drehen, doch auch der beste Torschütze der Axpo Super League, Seydou Doumbia, konnte keine entscheidende Akzente mehr setzen. Vielmehr scheiterte er innert kürzester Zeit gleich dreimal kläglich.
Es hat nicht sollen sein, ist man auf Berner Seite versucht zu sagen, denn YB hatte es mehrmals in den eigenen Händen, sich den Meistertitel bereits frühzeitig zu sichern. Die Berner hatten die Tabelle zwischenzeitlich nämlich sogar mit unglaublichen 13 Punkten angeführt! Beim heutigen Gegner kommt man fast nicht mehr aus dem feiern heraus, hat man doch nach dem Cupsieg am vergangenen Sonntag mit dem heutigen Meistertitel innert einer Woche bereits den zweiten Pokal ans Rheinknie nach Basel geholt.
Über die ganze Saison betrachtet ist somit der FC Basel, der zwar ziemlich verhalten in die neue Saison gestartet ist, sich aber von Spiel zu Spiel steigern konnte, schlussendlich verdienter neuer Schweizer Meister. Ein kleiner Trost bleibt hingegen auch noch den Bernern, denn mit dem zweiten Tabellenrang konnten sie sich immerhin einen Startplatz in der kommenden Champions League-Qualifikation sichern…
| 16.05.2010 | Interview mit Thorsten Fink (FC Basel) |
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| 16.05.2010 | Interview mit Marco Streller (FC Basel) | [Hören] |
| 16.05.2010 | Interview mit Valentin Stocker (FC Basel) | [Hören] |
| 16.05.2010 | Interview mit Mario Raimondi (BSC Young Boys) |
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